Einblick

Hamburger Hafengeburtstag

Bei der offiziellen Deutschland-Premiere der Maas-Einer-Serie starteten knapp 20 Ruderinnen und Ruderer als kleinste Bootsklasse und Highlight im Rahmen des 821. Hamburger Hafengeburtstags.

Um die Mittagszeit vor gut 100.000 Zuschauern lieferten sich die international renommierten Skullerinnen und Skuller eine spannende Wellen- und Wasserschlacht zwischen Ozeanriesen, Containerschiffern, Barkassen, großen Kranbooten und Schleppern. Von Landungsbrücke 10, vorbei an der berüchtigten Hafenstrasse auf St. Pauli bis zur Rickmer Rickmers ging das „Hafen-Rennen“ vor der äußerst attraktiven Zuschauerkulisse.

„Vom gigantischen Kreuzfahrtschiff bis hin zum Ruder-Einer hat der Hamburger Hafengeburtstag zwischen Hafencity und Fischauktionshalle fast alles an Wasserfahrzeugen aufzubieten, was es gibt. Eine absolute Premiere erlebt dieses größte und zuschauerreichste Hafenfest der Welt mit dem Maascup-Rennen im Einer. Bisher hatten sich noch kein Rudereiner auf das sehr kabbelige Elbwasser im Bootsgewusel des Geburtstages getraut. Alleine zur Einlaufparade waren 300 Schiffe im Hafenbecken unterwegs. Wir freuen uns sehr, dass jetzt auch die Ruderer unsere schöne Geburtstagsfeier bereichern“, freute sich Hafengeburtstags-Moderator Christoph Schumann über die neuen, interessanten Gäste an der Eventmeile.

Das Hamburger Maas-Race ist die Auftaktveranstaltung einer neuen Rennserie in Deutschland, bei der interessante Wasserreviere von Renn-Ruderbooten erschlossen werden, in denen man mit herkömmlichen
Booten aufgrund des großen Wellengangs, Wind, Schiffsverkehr und Strömungen bisher nicht fahren konnte. Organisiert wird die Maas-Serie von der Ruder-Event GmbH & Co. KG, die über 30 Maas-Boote verfügt und sich von den beliebten Open-Water-Races aus den USA faszinieren und inspirieren ließ.

„Das ist schon eine geile und abgefahrene Sache und mal ganz was anderes als das „normale“ Einerfahren auf der Alster oder dem Ratzeburger See. Wenn direkt neben einem die Hafenfähren mit Vollgas vorbei fahren und plötzlich die berühmte Queen Mary nur wenige Meter entfernt Wellen wirft, wird man sich bewusst wie klein man als Ruderer doch ist. Aber das gibt einem auch einen gewissen Kick, der Spaß macht. Ich hätte nie gedacht, dass sich diese Boote so gut durch die Wellen bewegen. Normalerweise
schimpft man ja als Ruderer über Wellen, aber mit diesen Maas-Einern macht das richtig Laune“, freut sich Olympiaruderer Jörg Lehnigk vom Ratzeburger RC über seinen Sieg in der Favoritengruppe.