Einblick

Drei-Länder-Challenge auf dem Bodensee, 23.-26. September

Ein Bericht von Susan Arndt: Im Internet entdeckte ich die Ausschreibung für die Drei-Länder-Tour am Bodensee. Mit Einern über den Bodensee in vier Etappen, das hörte sich spannend an. Da muss ich mit, dachte ich mir, und meldete mich an.

Mittwoch, 22.09.2010 - Anreise

Nach problemloser Fahrt von Hamburg nach Friedrichshafen, von wo aus unsere Tour beginnen sollte, hatten wir erstmals Gelegenheit uns mit den Booten vertraut zu machen. Einige erstaunte Ruderer meinten, ein Einer wäre wohl nicht das richtige Boot für solch eine Tour. Doch wir konnten uns in den kommenden Tagen vom Gegenteil überzeugen.


Donnerstag, 23.09.2010 - Friedrichshafen - Bregenz

Am Morgen um 9 Uhr ging es los, das Gepäck war in wasserdichten Packsäcken verstaut und konnte im Bug und Heck mit Spanngurten befestigt werden. Etwas nebelig war es, als wir von Friedrichshafen aus in See stachen. Viel konnten wir anfangs vom Ufer nicht sehen, umso erstaunter waren wir, als wir um die Mittagszeit schon den prächtigen Hafen von Lindau vor uns hatten. Von dort aus war es nur noch ein kleines Stück bis Bregenz, unserem ersten Etappenziel in Österreich am Fuße der Alpen. Auf dem Weg von Lindau nach Bregenz machte sich erstmals die stabile Lage der Boote bezahlt, die Schiffswellen der Ausflugsdampfer rollten zwar ab und an ins Boot, doch das Wasser wurde durch die Lenzklappen schnell wieder aus dem Boot gesogen.


Freitag, 24.09.2010 Bregenz - Arbon

Viel schöner kann ein Tag im Spätsommer wohl nicht aussehen. Wir starteten mit der Sonne im Geischt und einem herrlichen Blick über das Alpenpanorama zu unserer zweiten Etappe. Vorbei an der Rheinmündung, fuhren wir auf dem spiegelglatten Bodensee Richtung Schweiz. Nach unserer Ankunft in Arbon kündigte sich leider ein Wetterumschwung an, wir konnten schon ahnen, der nächste Tag wird nicht so gemütlich wie die letzten beiden.


Samstag, 25.09.2010 - Arbon - Konstanz

Wenn man eine kurze Beschreibung für den dritten Tag unserer Tour finden wollte, könnte man das in einem Wort: nass! Nass von oben, denn es regnete den ganzen Tag und ab Romanshorn auch von unten. Uns rollten Wellen entgegen, bei denen ich sonst eher an Land geblieben wäre. Doch auch davon ließen sich die Boote nicht in Schieflage bringen. So erreichten wir etwas erschöpft und klitschnass am frühen Nachmittag Konstanz. Nach einer langen, heißen Dusche waren die Strapazen aber schon wieder vergessen.


Sonntag, 26.09.2010 - Konstanz - Friedrichshafen

Um beim Queren des Bodensees bei Meersburg nicht zu hohen Wellen ausgesetzt zu sein, verließen wir Konstanz bei Sonnenaufgang. Das Wetter und Wasser meinten es auf unserer letzten Etappe noch mal gut mit uns. So hatte unsere schöne Tour in den Maas-Einern, die wir ohne Material- oder anderen Schäden überstanden haben, einen würdigen Abschluss. Wir haben den Bodensee in seinen unterschiedlichen Facetten kennen gelernt, schöne Städte an seinen Ufern besucht und nicht zuletzt immer sehr gut gegessen, dank der Kochkünste von Jörg. Ich würde sofort wieder mit fahren!